Tel: +43-6136-8229
Sommer
WEBCAM
Anreise Gosau
Zahlen - Fakten
Zimmer - Ausstattung
Preise - Sommer
Schnäppchen
Restaurant
Musik
Gosausee
Hallstatt
Dachstein
Bummelzug
Wandern
Mountainbiken
Klettersteig
Paragleiten
Fischen
Ausflugsziele
Kontakt
Gästebuch
Bilder Gosau
Impressum
Wetter
Tel: +43-6136-8229
Fax: +43-6136-82295
Email an Gosauerhof
Bericht Dachsteinrunde - Goisern bis Annaberg - am 19.06.2006:
Morgendlicher Ödensee
6:30 Uhr
Susi hat mich auf den Pötschenpaß gebracht und um 6:30 starte ich ins Ungewisse. Gemütlich geht es weg, da es vom Pötschen erst einmal mehr oder weniger nur hinuntergeht. Fast frisch ist es noch, aber den Pullover lasse ich im Rucksack. Der Sommersbergersee liegt noch im Schatten. Steil geht es über einen schmalen Waldweg zur Koppentraun. Dieses kurze Stück kenne ich von der Wanderung Aussee nach Obertraun. Doch dann beginnen über 100 km Fahrt ins Ungewisse. Gleich in Bad Aussee übersehe ich die gelbe Dachsteinrunde Markierung. Ich fahre durch Bad Aussee Richtung Grundlsee durch, kehre aber dann um. Gott sei Dank geht es durch Bad Aussee ohne größere Steigungen durch, denn später habe ich mir oft gedacht: "Hoffentlich habe ich hier nicht eine Abzweigung übersehen und muß wieder alles zurück hinaufradeln"
Eine junge Frau konnte mir schließlich Auskunft geben, wo die Dachsteinrunde weitergeht. Gemütlich radelte ich vorerst auf einem schmalen Wanderweg entlang der Kainischtraun, auch eine erste kurze Steigung bewältige ich in der Kühle des Morgens noch ohne viel Anstrengung. Dann das erste richtige Highlight an diesem Tag: der Ödensee. Leider ist es noch zu Früh zum Baden, denn ich hätte den ganzen See für mich alleine zu Baden gehabt. Doch ich will den Morgen nützen. Vorbei an wunderschönen Blumenwiesen - sogar Narzissen blühen noch - leicht auf und ab geht es bis zum Waldrand. Dann geht es los, die erste richtige Steigung. Bei einer Blumenwiese voll mit Narzissen und Trollblumen endet sie. Ich bin gut unterwegs. Bei einer langen Abfahrt hege ich Zweifel, ob ich nicht eine Abzweigung übersehen habe. Eine Sperrgebietstafel des Forstes scheint meine Vermutung zu bestätigen, aber kurz darauf endlich wieder die gelbe Dachsteinrunde-Markierung.
Viehbergalm
in Richtung Ramsau am Dachstein
Kurz geht es ein Stück auf einer Asphaltstraße bis zum Salza Stausee weiter. Schon vermute ich, daß es den See entlang geht, doch die Markierungstafel schickt mich eine steile Forstraße hinauf. Nur kurz liegt der See noch unter mir, denn die Forststraße biegt in ein Seitental ein. Noch ahne ich nicht, daß es nun über 700 hm hinauf zur Viehbergalm geht. Zweimal steige ich kurz ab, fülle meine Wasserreserven auf, einmal springt mir die Kette heraus. Da habe ich jedoch die ärgsten Steigungen schon überwunden. Mit den Reifenwerkzeugen brachte ich diese mit Mühe wieder hinein. Was blieb, sind schwarze Hände.
5 Minuten später habe ich endlich die Viehbergalm erreicht. Eine Hütte hat offen. Ein Radfahren und 2 Jäger sind die einzigen Gäste. Ich esse eine Suppe. Dann trudeln noch einige Biker ein. Ich gönne mir eine halbe Stunde Pause.
Gröbming ist die nächste Station, das letzte Stück ist extrem steil. Radfahrer sollen absteigen, steht auf einer Tafel geschrieben. Das wäre noch schöner.
Von Gröbming geht es weiter ins Ennstall. Entlang der Enns geht es meinem nächsten Ziel - Ramsau entgegen. Langsam wird es so richtig heiß, der heißeste Tag in diesem Jahr sollte es werden. Eine erste Steigung nach Asbach ist kurz. Meine Wasservorräte müssen wieder aufgefüllt werde. Ich frage bei einem Haus und eine Frau sagt mir, daß es noch 10 Kilometer nach Ramsau seien. Kurz darauf biegt die Runde wieder auf eine Forststraße ein. Jetzt wird es richtig steil und heiß. Mittlerweile werde ich müde und Ramsau kommt ewig nicht daher. Kurz komme ich auf die Hauptstraße und denke schon, daß es nun auf direktem Weg die letzten Meter nach Ramsau geht. Aber so schnell kann ich gar nicht denken, und ich schon bin ich wieder auf einer steilen Forststraße. Endlich erreiche ich die ersten Häuser, doch bis ich die Ortschaft Ramsau erreiche, vergeht noch einiges an Zeit. Als ich endlich das Zentrum erreiche, habe ich auch die Markierung verloren. So bleibe ich auf der Straße bis ich wieder knapp vor der Abzweigung zur Südwandbahn auf die Markierung stoße. Kerzengerade geht es hinauf, eigentlich in die gegengesetzte Richtung von Filzmoos. Ich schiebe. Als ich dann endlich wieder eine Markierung sehe, merke ich plötzlich, daß ich irrtümlich der schwarzen Markierung gefolgt bin. Wie beim Skifahren, steht auch bei der Dachsteinrunde schwarz für besonders steil und schwierig. Mir fällt natürlich ein Stein vom Herzen und fahre sofort hinunter zur Hauptstraße. Gleich finde ich wieder die Markierung und statt steil bergauf geht es steil hinab. Bald danach bin ich in Filzmoos. Mittlerweile ist es 20 nach 4 geworden. Soviel Zeit habe ich dann doch in Ramsau nicht verloren. Eine Rast plane ich in der Oberhofalm ein, von wo man einen herrlichen Blick auf die Bischofsmütze hätte, aber die Dachsteinrunde geht hier nicht vorbei. Dann eben will vor den letzten großen Steigungen auf der Aualm rasten. Immer wieder schweift mein Blick zum Torstein und Hochkesselkopf, die von der Abendsonne hell erleuchtet werden. Doch auch dorthin führt die Runde nicht. Schließlich frage ich einen Wanderer, wo es hier in der Nähe eine Rastmöglichkeit gebe und wenig später sitze ich schon alleine auf der Terrasse des Neuburger Hofes. 17:30 zeigt die Uhr. Ich genehmige mir eine halbe Stunde Rast. Knoblauchsuppe und Tortelini geben mir Kraft für die letzten 2 Steigungen in Richtung Annaberg.
Ameisensee
Blick zum Gamsfeld

Gleich hinter dem Neuburger Hof beginnt die 25 minütige Steigung. Mir kommt es sehr steil vor, aber ich sitze ja schon fast 12 Stunden auf dem Fahrradsattel. Gewitterwolken ziehen auf. Bei der Talfahrt treffe ich auf einen Mountainbiker. Viele Radler habe ich heute nicht gesehen. Das erste Haus im Tal ist eine kleine Jausenstation, das wäre vielleicht besser gewesen, hier zu jausnen, als mit vollem Bauch vom Neuburger Hof rauf. Kurz danach geht es nach einer Abzweigung wieder bergwärts. 6,1 km zum Dolomitenhof, steht auf einem Hinweisschild geschrieben. 13 Minuten benötige ich für die letzte Steigung an diesem Tag. Das Gewitter bleibt in der Ferne. Dort oben habe ich auch wieder Handyempfang. Susi, meine Freundin, holt mich in Annaberg ab. Es geht mehr oder weniger nur noch hinunter. Ich bin schon auf der Lammertalstraße, als mir Susi mit dem Auto entgegenkommt. ½ 8 Uhr ist es nun. 12 Stunden bin ich heute auf dem Sattel gesessen und ich bin froh, daß ich nicht mehr irgendwo hinauftreten muß.
Resumee: Allein fahren bringt nicht wirklich etwas, wenn man die Runde genießen will. Aber, das war mir ohnehin klar. Ein genaues Resumee folgt; nur soviel: In Ramsau sollte man unbedingt hinauf Richtung Südwand fahren, ebenso in Gosau sollte man unbedingt der schwarzen Route folgen, da man sonst wirklich die landschaftlichen schönsten Teile versäumt. Die Runde ist super markiert. Danke an Rosi und ihren Mann. Ich war ohne Karte unterwegs; ein paar mal habe ich die Markierung übersehen und zwar bei der Ortseinfahrt von Aussee, nach Gröbming und in Ramsau. In den Orten sind meist so viele Wegweiser und so bin ich halt vorbeigefahren, was aber nicht weiter tragisch war. In Gröbming passierte es nach dem Ort, wo ich kurz einem anderen Radweg folgte und dann wieder auf die gelbe Markierung traf.
Rossalm
Almhütten über Hallstatt
Sarstein
Narzissen
Ödensee
Bitte langsam
Anni Laserer - Hotel Restaurant Gosauerhof - Nr. 632 - A - 4824 Gosau
Tel: +43-6136-8229 Fax: +43-6136-8229-5 email: annilaserer@gosauerhof.at
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!