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Bericht Dachsteinrunde - Goisern
bis Annaberg - am 19.06.2006:
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Morgendlicher Ödensee
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6:30 Uhr
Susi hat mich auf den Pötschenpaß gebracht und um 6:30
starte ich ins Ungewisse. Gemütlich geht es weg, da es vom
Pötschen erst einmal mehr oder weniger nur hinuntergeht. Fast
frisch ist es noch, aber den Pullover lasse ich im Rucksack. Der
Sommersbergersee liegt noch im Schatten. Steil geht es über
einen schmalen Waldweg zur Koppentraun. Dieses kurze Stück
kenne ich von der Wanderung Aussee nach Obertraun. Doch dann beginnen
über 100 km Fahrt ins Ungewisse. Gleich in Bad Aussee übersehe
ich die gelbe Dachsteinrunde Markierung. Ich fahre durch Bad Aussee
Richtung Grundlsee durch, kehre aber dann um. Gott sei Dank geht
es durch Bad Aussee ohne größere Steigungen durch, denn
später habe ich mir oft gedacht: "Hoffentlich habe ich
hier nicht eine Abzweigung übersehen und muß wieder alles
zurück hinaufradeln"
Eine junge Frau konnte mir schließlich Auskunft geben, wo
die Dachsteinrunde weitergeht. Gemütlich radelte ich vorerst
auf einem schmalen Wanderweg entlang der Kainischtraun, auch eine
erste kurze Steigung bewältige ich in der Kühle des Morgens
noch ohne viel Anstrengung. Dann das erste richtige Highlight an
diesem Tag: der Ödensee. Leider ist es noch zu Früh zum
Baden, denn ich hätte den ganzen See für mich alleine
zu Baden gehabt. Doch ich will den Morgen nützen. Vorbei an
wunderschönen Blumenwiesen - sogar Narzissen blühen noch
- leicht auf und ab geht es bis zum Waldrand. Dann geht es los,
die erste richtige Steigung. Bei einer Blumenwiese voll mit Narzissen
und Trollblumen endet sie. Ich bin gut unterwegs. Bei einer langen
Abfahrt hege ich Zweifel, ob ich nicht eine Abzweigung übersehen
habe. Eine Sperrgebietstafel des Forstes scheint meine Vermutung
zu bestätigen, aber kurz darauf endlich wieder die gelbe Dachsteinrunde-Markierung.
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Viehbergalm
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in Richtung Ramsau am Dachstein
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Kurz geht es ein Stück auf einer
Asphaltstraße bis zum Salza Stausee weiter. Schon vermute ich,
daß es den See entlang geht, doch die Markierungstafel schickt
mich eine steile Forstraße hinauf. Nur kurz liegt der See noch
unter mir, denn die Forststraße biegt in ein Seitental ein.
Noch ahne ich nicht, daß es nun über 700 hm hinauf zur
Viehbergalm geht. Zweimal steige ich kurz ab, fülle meine Wasserreserven
auf, einmal springt mir die Kette heraus. Da habe ich jedoch die ärgsten
Steigungen schon überwunden. Mit den Reifenwerkzeugen brachte
ich diese mit Mühe wieder hinein. Was blieb, sind schwarze Hände.
5 Minuten später habe ich endlich die Viehbergalm erreicht. Eine
Hütte hat offen. Ein Radfahren und 2 Jäger sind die einzigen
Gäste. Ich esse eine Suppe. Dann trudeln noch einige Biker ein.
Ich gönne mir eine halbe Stunde Pause.
Gröbming ist die nächste Station, das letzte Stück
ist extrem steil. Radfahrer sollen absteigen, steht auf einer Tafel
geschrieben. Das wäre noch schöner.
Von Gröbming geht es weiter ins Ennstall. Entlang der Enns geht
es meinem nächsten Ziel - Ramsau entgegen. Langsam wird es so
richtig heiß, der heißeste Tag in diesem Jahr sollte es
werden. Eine erste Steigung nach Asbach ist kurz. Meine Wasservorräte
müssen wieder aufgefüllt werde. Ich frage bei einem Haus
und eine Frau sagt mir, daß es noch 10 Kilometer nach Ramsau
seien. Kurz darauf biegt die Runde wieder auf eine Forststraße
ein. Jetzt wird es richtig steil und heiß. Mittlerweile werde
ich müde und Ramsau kommt ewig nicht daher. Kurz komme ich auf
die Hauptstraße und denke schon, daß es nun auf direktem
Weg die letzten Meter nach Ramsau geht. Aber so schnell kann ich gar
nicht denken, und ich schon bin ich wieder auf einer steilen Forststraße.
Endlich erreiche ich die ersten Häuser, doch bis ich die Ortschaft
Ramsau erreiche, vergeht noch einiges an Zeit. Als ich endlich das
Zentrum erreiche, habe ich auch die Markierung verloren. So bleibe
ich auf der Straße bis ich wieder knapp vor der Abzweigung zur
Südwandbahn auf die Markierung stoße. Kerzengerade geht
es hinauf, eigentlich in die gegengesetzte Richtung von Filzmoos.
Ich schiebe. Als ich dann endlich wieder eine Markierung sehe, merke
ich plötzlich, daß ich irrtümlich der schwarzen Markierung
gefolgt bin. Wie beim Skifahren, steht auch bei der Dachsteinrunde
schwarz für besonders steil und schwierig. Mir fällt natürlich
ein Stein vom Herzen und fahre sofort hinunter zur Hauptstraße.
Gleich finde ich wieder die Markierung und statt steil bergauf geht
es steil hinab. Bald danach bin ich in Filzmoos. Mittlerweile ist
es 20 nach 4 geworden. Soviel Zeit habe ich dann doch in Ramsau nicht
verloren. Eine Rast plane ich in der Oberhofalm ein, von wo man einen
herrlichen Blick auf die Bischofsmütze hätte, aber die Dachsteinrunde
geht hier nicht vorbei. Dann eben will vor den letzten großen
Steigungen auf der Aualm rasten. Immer wieder schweift mein Blick
zum Torstein und Hochkesselkopf, die von der Abendsonne hell erleuchtet
werden. Doch auch dorthin führt die Runde nicht. Schließlich
frage ich einen Wanderer, wo es hier in der Nähe eine Rastmöglichkeit
gebe und wenig später sitze ich schon alleine auf der Terrasse
des Neuburger Hofes. 17:30 zeigt die Uhr. Ich genehmige mir eine halbe
Stunde Rast. Knoblauchsuppe und Tortelini geben mir Kraft für
die letzten 2 Steigungen in Richtung Annaberg. |
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Ameisensee
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Blick zum Gamsfeld
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Gleich hinter dem Neuburger Hof beginnt die 25 minütige Steigung.
Mir kommt es sehr steil vor, aber ich sitze ja schon fast 12 Stunden
auf dem Fahrradsattel. Gewitterwolken ziehen auf. Bei der Talfahrt
treffe ich auf einen Mountainbiker. Viele Radler habe ich heute
nicht gesehen. Das erste Haus im Tal ist eine kleine Jausenstation,
das wäre vielleicht besser gewesen, hier zu jausnen, als mit
vollem Bauch vom Neuburger Hof rauf. Kurz danach geht es nach einer
Abzweigung wieder bergwärts. 6,1 km zum Dolomitenhof, steht
auf einem Hinweisschild geschrieben. 13 Minuten benötige ich
für die letzte Steigung an diesem Tag. Das Gewitter bleibt
in der Ferne. Dort oben habe ich auch wieder Handyempfang. Susi,
meine Freundin, holt mich in Annaberg ab. Es geht mehr oder weniger
nur noch hinunter. Ich bin schon auf der Lammertalstraße,
als mir Susi mit dem Auto entgegenkommt. ½ 8 Uhr ist es nun.
12 Stunden bin ich heute auf dem Sattel gesessen und ich bin froh,
daß ich nicht mehr irgendwo hinauftreten muß.
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| Resumee: Allein
fahren bringt nicht wirklich etwas, wenn man die Runde genießen
will. Aber, das war mir ohnehin klar. Ein genaues Resumee folgt; nur
soviel: In Ramsau sollte man unbedingt hinauf Richtung Südwand
fahren, ebenso in Gosau sollte man unbedingt der schwarzen Route folgen,
da man sonst wirklich die landschaftlichen schönsten Teile versäumt.
Die Runde ist super markiert. Danke an Rosi und ihren Mann. Ich war
ohne Karte unterwegs; ein paar mal habe ich die Markierung übersehen
und zwar bei der Ortseinfahrt von Aussee, nach Gröbming und in
Ramsau. In den Orten sind meist so viele Wegweiser und so bin ich
halt vorbeigefahren, was aber nicht weiter tragisch war. In Gröbming
passierte es nach dem Ort, wo ich kurz einem anderen Radweg folgte
und dann wieder auf die gelbe Markierung traf. |
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Rossalm
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Almhütten über Hallstatt
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